Schriftgröße: Kleine Schrift Große Schrift
Kontrast: Kontrast Normal Kontrast Normal

Weiterbildung

Ausbildungsinhalte der urologischen Abteilung
Die Ausbildung zum Facharzt für Urologie erfolgt entsprechend den Richtlinien der Ärz-tekammer NRW sowie der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Die im Facharztkatalog geforderten Untersuchungen und Operation werden über das Maß hinaus erfüllt. In unserem Hause wird der fachärztlichen Ausbildung ein überdurchschnittliches Engagement entgegen gebracht. Die Fort- und Weiterbildung wird gezielt gefördert und unterstützt. Des Weiteren sind die Anträge zur Anerkennung als Ausbildungszentrum für medikamentöse Tumortherapie sowie Andrologie gestellt worden.
Zusätzlich werden fachärztliche Projekte durchgeführt (Descensus-Chirurgie der Frau, endoskpoisch extraperitoneale Eingriffe, Andrologie, Tumortherapie, konservative und operative Steinsanierung u.a.).
Zusatzweiterbildung: Röntgendiagnostik, Notfallmedizin, Andrologie, Urinzytologie

Inhalte der Ausbildungsjahre

1. Ausbildungsjahr

Unter Anleitung wurden vermittelt:

  • Anamneseerhebung (allgemeine und spezielle urol. Anamnese)
  • Aufnahmeuntersuchungen
  • Patientenvorstellung
  • Durchführung von Blutentnahmen und Legen von peripher-zentralen Zugängen.
  • Methoden der Uringewinnung (Mittelstrahlurin, suprapubische Blasenpunktion.)
  • Labordiagnostik (Indikationsstellung, Wertigkeit)
  • Befundung von Urinsedimenten und Urinzytologien unter Anleitung
  • Gewinnung und Untersuchung des Prostatasekretes
  • Grundlagen des Strahlenschutzes und Anwendung in der Praxis.
  • Vermittlung von Kenntnissen und Durchführung in der Infusions- und Bluttransfusionstherapie.
  • Indikation und Technik zur Entnahme der Prostatazytologie
  • Einführen und Erwerb von Kenntnissen in den bildgebenden Verfahren wie die Ultraschalluntersuchng des Abdomens und des Retroperitoneums.
  • Transrektale Sonographie der Prostata sowie Hodensonographie.
  • Durchführung von dopplersonographischen Untersuchungen.
  • Einführung in die Gerätekunde.
  • Vermittlung und Erwerb von Kenntnissen und Durchführung der Röntgendiagnostik sowie Indikationsstellung zur Strahlentherapie bei urologischen Erkrankungen.
  • Erwerb von Kenntnissen in der Durchführung und Beurteilung allgemeiner urologischen Röntgendiagnostik wie z.B. Ausscheidungsurogramm, re-trogrades Urethrogramm, Miktionscysturethrogramm, ferner Anleitung zur Durchführung spezieller urol. Röntgendiagnostik wie die retrograde Pyelo-graphie sowie das anterograde Pyelogramm.
  • Vermittlung und Erwerb von Kenntnissen in den Untersuchungsmethoden Blasen- und Harnröhrenspiegelung, Stanzbiopsien der Prostata,
  • Einführung in die urodynamische Diagnostik (Uroflowmetrie, Cystometrie, Urethrometrie).
  • Indikation und Stellenwert der Urodynamik in der Abklärung unterschiedlicher Blasenentleerungsstörungen.
  • Vermittlung von Kenntnissen in der praeoperativen Diagnostik, einschließlich spezieller urologischer Diagnostik.
  • Postoperative Nachsorge (z.B. Wundkontrolle)
  • Erwerb von Kenntnissen bei urologischen Notfällen inkl. entsprechender Diagnostik und Therapie, z.B. Nierentrauma, Harnleiterverletzung, Harn-röhrenverletzung, Hodentrauma, Urosepsis, Harnverhaltung, akutes Scrotum.
  • Vermittlung der Dokumentation von Befunden sowie Durchführung von verwaltungstechnischen Tätigkeiten wie z.B. ICD, ICPM und Tumorzen-trumverschlüsselung.
  • Patientenaufklärung
  • Unter Aufsicht und Anleitung Durchführung von Urethro-Cystoskopien, notfallmäßige perkutane Nephrostomien, Assistenz bei mittleren und großen urologischen Operationen (Tumornephrektomien,-radikale Prostatektomien, Cystoprostatektomien mit kontinenter und inkontinenter Harnableitung)

2. Ausbildungsjahr:

  • Erwerb von Kenntnissen in der Durchführung der Drainage des unteren Harntraktes (Harnröhrenkatheterismus, suprapubische Blasendrainage, Drainage des oberen Harntraktes.
  • Indikation und Einlagetechnik der inneren Harnleiterschienung.
  • Indikationsstellung und Technik der perkutanen Nierenfistelung
  • Erwerb von Erwerb von Kentnissen in den Grundlagen der Antibiotikatherapie. Krankenhaushygiene.
  • Allgemeine urologische Wundversorgung inkl. Verbandstechniken sowie Vermittlung von Kenntnissen in der allgemeinen Stomaversorgung.
  • Einführung in die allgemeine Schmerztherapie, z.B. Therapiemöglichkeiten postoperativer Schmerzen.
  • Indikation und Durchführung von Behandlung carcinombedingter Schmerzen.
  • Einführung in die Pharmakologie der urologischen Pharmaka und Kontrastmittel.
  • Unter Aufsicht Durchführung kleinerer Eingriffe am äußeren Genitale Circumcisionen, subkapsulaere Orchiektomie, Ablatio testis, hohe Ligaturen der Vena spermatica usw.

3. Ausbildungsjahr und 4. Ausbildungsjahr:

  • Durchführung kleinerer urol. Operationen, Assistenz bei großen urol. Operationen.
  • Einführung in die endoskopische Diagnostik
  • Selbständige Durchführung von Urethro-Cystoskopien und Ureterrenoskopien
  • Selbständiges Durchführen transurethraler Resektionen (TUR-Blase, TUR-Prostata).
  • Postoperative Nachbehandlung wie z.B. Vermittlung von Kenntnissen in der tumorspezifischen Nachsorge wie Weiterbehandlungsmöglichkeiten.
  • Therapieplanung und Therapiedurchführung urologischer Tumoren.
  • Vermittlung und Erwerb von Kenntnissen in der extrakorporalen Stoß- wellenlithotripsie.
  • Erwerb von Kenntnissen in der Äthiologie, Pathologie sowie Therapie von Steinerkrankungen. (z.B. diätetische Maßnahmen zur Recidivprophylaxe)
  • Medikamentöse Therapie zur Steinauflösung wie Einführung und Ver-mittlung von Kenntnissen in der operativen Steintherapie.
  • Indikationsstellung und Bewertung weiterer bildgebender Verfahren wie z.B. die Computertomographie.
  • Erwerb von Kenntnissen in der Andrologie.
  • Abklärung der erektilen Dysfunktion einschließlich Diagnostik und Therapie Fertilitätsdiagnostik
  • Allgemeines Operationsspektrum:
  • Operationen am Genitale
  • Hodenbiopsien
  • Vasoresektionen
  • Circumcisionen
  • Frenulutomien usw.
  • Kleinere Eingriffe an der Blase und Prostata, z.B. suprapubische Blasen-fistelung mit Trokar, Feinnadel und Stanzbiopsien der Prostata.
  • Kleinere Eingriffe an der Harnröhre, Urethrabougierungen, Meatotomien. Eingriffe-mittleren-und schweren-Grades-am-Genitale:
  • Epididymektomien - Orchidopexien
  • Orchiektomien - Hydrocelen-Op - Varikocelen-Op
  • Spermatocelen-Op - Urethrotomien
  • Eingriffe mittleren und schweres Grades der Blase einschließlich transurethraler Eingriffe, z.B. Cystostomien, Sectio alta, Blasenhalsincisionen, transurethrale Blasentumorresektion, transurethrale Prostataresektion.
  • Eingriffe an Nieren und Harnleiter, z.B. Nierencystenresektion, perkutane Nierencystenpunktion, perkutane Nierenfistelung, perkutane transurethrale Litholapaxie.
  • Eingriffe an der Prostata einschließlich transurethraler Eingriffe:
  • Radikale Prostatektomien
  • Transvesikale Prostatektomien
  • Große Eingriffe an der Harnblase:
  • Cystektomie (mit kontinenter/inkontinenter Harnableitung)
  • Blasenteilresektion
  • Inkontinenzoperation
  • Eingriffe an Nieren, Harnleiter und dem Retroperitoneum:
  • Nephrektomie
  • Tumornephrektomie Pyelotomie
  • Nierenbeckenplastik
  • Ureterhausfistel
  • Retroperitoneale Lymphadenektomie bei z.B. Hodentumoren.

5. Ausbildungsjahr:

  • Weiterbildung in der Chirurgie

Anprechpartner

Chefarzt Dr. med. Thomas Fahlbusch

Chefarzt Dr. med.
Thomas Fahlbusch

Facharzt für Urologie

tfahlbusch@hjk-erkelenz.de

Oberazt Dr. med. Knut Franke

Oberarzt Dr. med.
Knut Franke

Facharzt für Urologie

Oberarzt Dr. med. Dietmar Schmitz

Oberarzt Dr. med.
Dietmar Schmitz

Facharzt für Urologie


Klinik für Urologie

Hermann-Josef-Krankenhaus
Tenholter Straße 43
41812 Erkelenz

Tel.: 0 24 31 / 89 27 48
Fax: 0 24 31 / 89 27 50